Helene Hegemann, geboren 1992 in Freiburg im Breisgau, begann bereits in jungen Jahren zu schreiben und Regie zu führen. 2007 wurde ihr erstes Theaterstück »Ariel 15 oder Die Grundlage der Verlorenheit« am Ballhaus Ost in Berlin uraufgeführt und anschließend vom Deutschlandradio als Hörspiel umgesetzt. 2008 realisierte Hegemann ein Drehbuch, das sie im Alter von vierzehn Jahren geschrieben hatte. Der daraus entstandene Film »Torpedo« wurde bei den Hofer Filmtagen uraufgeführt und mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet. In den Hauptrollen wirkten Jule Böwe, Alice Dwyer, Lars Eidinger und Caroline Peters mit. Ihr Debütroman »Axolotl Roadkill« verhalf der Autorin 2010 zum Durchbruch. Als »Coming-of-Age-Geschichte der Nullerjahre « gefeiert, löste das Buch eine Kontroverse über Theorie und Praxis der Intertextualität aus. Der Roman wurde in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt und für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. 2011 inszenierte Hegemann ihren eigenen Text »Lyrics. Dieses Gedicht wurde vor ca. 20.000 Jahren geschrieben und ist immer noch aktuell« beim Spielart Festival München und am FFT Düsseldorf. Im selben Jahr hatte sie die Künstlerische Leitung der ersten Modenschau des Berliner Labels 032c im Palazzo Medici Riccardi in Florenz inne. 2013 folgte die experimentelle Oper »Musik. I make hits motherfucker« an der Oper Köln, bei der Hegemann für Regie und Libretto verantwortlich zeichnete. Im selben Jahr erschien ihr zweiter Roman »Jage zwei Tiger«, der Leser und Kritik erneut polarisierte. 2017 wendete sich Hegemann noch einmal ihrem ersten Roman zu und verfilmte ihn unter dem Titel »Axolotl Overkill« mit Jasna Fritzi Bauer in der Hauptrolle. Der Film wurde beim Sundance Filmfestival uraufgeführt und dort mit dem Cinematography Award ausgezeichnet. 2018 erschien der vom Feuilleton hochgelobte dritte Roman »Bungalow«, der auf die Longlist des Deutschen Buchpreises gelangte. Darüber hinaus verfasst die Autorin regelmäßig Kolumnen und Essays für Magazine und Zeitungen (u. a. Spiegel, FAZ, Süddeutsche Zeitung, ZEIT, Interview). Sie war Stipendiatin der Villa Aurora in Los Angeles sowie des Toronto Filmfestivals. Helene Hegemann lebt und arbeitet in Berlin.

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